Horizontal Hammer Boring
Stromverbindung Tenerife - La Gomera: Die Herausforderung, zwei InseIn zu verbinden
Datum
April – Dezember | 2023
Infrastrukturtyp
Strom
Rohrart
HDPE
Länge der Bohrung
2 x 801,50 m + 1 x 565,89 m + 1 x 548,95 m + 10 x 60,27 m
Bodenklasse
Hartes Gestein
Standort
Chío - Tenerife | El Palmar - La Gomera
Wir haben die Bohrarbeiten für die neue Stromverbindung zwischen Teneriffa und La Gomera erfolgreich abgeschlossen. Dieses strategische Projekt für das kanarische Stromnetz kombiniert Horizontalspülbohrungen und Horizontal Hammer Boring, um die Bauweise an die Anforderungen der jeweiligen Projektabschnitte anzupassen.
Die künftige Stromverbindung zwischen Teneriffa und La Gomera wird die Umspannwerke Chío (Teneriffa) und El Palmar (La Gomera) über eine doppelte 66-kV-Seekabelverbindung miteinander verbinden. Dadurch werden die Versorgungssicherheit und die Stabilität des Stromnetzes der Kanarischen Inseln gestärkt und die Integration erneuerbarer Energien gefördert.
Im Rahmen dieses von Red Eléctrica de España (REE) initiierten und von Prysmian ausgeführten Projekts hat Catalana de Perforacions die Bohrarbeiten für die Land-Meer-Anbindung des künftigen Seekabels auf beiden Inseln durchgeführt.
Die Besonderheit dieses Projekts lag in der Kombination zweier unterschiedlicher Bohrtechnologien, um sowohl den geologischen Gegebenheiten des Untergrunds als auch den anspruchsvollen Umweltauflagen einer Infrastruktur dieser Grössenordnung gerecht zu werden. Bereits in der Planungsphase wurden spezielle Massnahmen zur Minimierung der Umweltauswirkungen vorgesehen, darunter Systeme zur Kontrolle und Rückgewinnung der Bohrspülung, der Schutz der Arbeitsbereiche sowie die Wiederherstellung der während der Bauarbeiten temporär genutzten Flächen.
Eine strategische Infrastruktur für das kanarische Stromnetz
Die Umsetzung einer unterseeischen Stromverbindung beginnt lange vor dem eigentlichen Bohrbeginn.
Unsere Engineering-Abteilung arbeitete gemeinsam mit unserem hauseigenen Geologie-Team an der Analyse geotechnischer und geologischer Untersuchungen. Dabei wurden die geologischen Bedingungen an jedem Standort bewertet, um die Bohrtrassen festzulegen und die jeweils geeignetste Technologie auszuwählen.
Diese Vorarbeiten ermöglichten die Optimierung des Designs der Landfalls, die frühzeitige Bewertung der Bodenverhältnisse sowie die präzise Planung aller Ausführungsphasen. Dadurch konnten Risiken reduziert und die technische Machbarkeit der gewählten Lösung sichergestellt werden.
Die enge Zusammenarbeit von Engineering, Geologie und Bauausführung ist ein zentraler Bestandteil unserer Arbeitsweise und ermöglicht es uns, jedes Projekt an die tatsächlichen Gegebenheiten des Untergrunds anzupassen.
Die Beteiligung von Catalana de Perforacions am Projekt
Als Spezialisten für Land-Meer-Anbindungen umfasste unsere Beteiligung die Ausführung sämtlicher Bohrungen, die erforderlich waren, um die landseitige Infrastruktur mit dem zukünftigen Seekabel zu verbinden.
📍 La Gomera
- Anzahl der Bohrungen: 2
- Bohrverfahren: Horizontalspülbohrung
- Länge: 2 x 801,50 m
- Durchmesser: 2 x Ø710 mm
- Installierte Schutzrohre: 2 × PE100 SDR17
Diese Bohrungen werden die zukünftigen Stromkabel der Verbindung aufnehmen.
📍 Teneriffa (Landfall)
- Anzahl der Bohrungen: 2
- Bohrverfahren: Horizontalspülbohrung (HDD)
- Länge: 1 × 565,89 m + 1 × 548,95 m
- Durchmesser: 2 × Ø710 mm
- Installierte Schutzrohre: 2 × PE100 SDR17
Diese Arbeiten vervollständigen die Land-Meer-Anbindung der zukünftigen Stromverbindung.
📍 Teneriffa (Querung der TF-47)
- Anzahl der Bohrungen: 10
- Bohrverfahren: Horizontal Hammer Boring (HHB)
- Länge: 10 × 60,27 m
- Durchmesser: 6 × Ø250 mm + 4 × Ø180 mm
- Installierte Schutzrohre: 6 × PE100 SDR17 + 4 × PE100 SDR17
Diese Bohrungen ermöglichten die Unterquerung der Strasse TF-47 und die Verbindung der Übergabeschächte mit dem Umspannwerk Chío. Dabei kam eine speziell für vulkanisches Gestein entwickelte Bohrtechnologie zum Einsatz.
📊 Zusammenfassung der Bohrarbeiten
- 2.717,84 Meter Horizontalspülbohrung (HDD)
- 10 Bohrungen mittels Horizontal Hammer Boring (Geonex)
- Zwei Bohrtechnologien innerhalb eines einzigen Projekts
- Vollständige Verbindung zwischen der landseitigen Infrastruktur und dem zukünftigen Seekabel
Die richtige Technologie für jeden Projektabschnitt
La elección de ambas tecnologías fue el resultado del análisis realizado por nuestros departamentos de Ingeniería y Geología, que definieron la solución más adecuada para cada fase del proyecto en función de las condiciones reales del terreno.
Eine der grössten Herausforderungen des Projekts bestand darin, die Bohrmethodik an die spezifischen Eigenschaften der einzelnen Abschnitte anzupassen.
Die auf Teneriffa und La Gomera ausgeführten Landfalls wurden mittels Horizontalspülbohrung realisiert. Diese Technologie ermöglicht die Installation von Leitungen über grosse Entfernungen, ohne die Küstenlandschaft zu beeinträchtigen, und gewährleistet gleichzeitig eine präzise Kontrolle des Bohrverlaufs.
Auf Teneriffa mussten zusätzlich Querungen unter der Strasse TF-47 in vulkanischem Gestein ausgeführt werden. Aufgrund dieser geologischen Bedingungen erwies sich das Verfahren Horizontal Hammer Boring als die geeignetste Lösung.
Die Auswahl beider Technologien basierte auf den Analysen unserer Engineering- und Geologie-Abteilungen, die für jede Projektphase entsprechend den tatsächlichen Bodenverhältnissen die optimale Lösung festlegten.
Engineering und Nachhaltigkeit in einer strategischen Infrastruktur
Der Schutz der natürlichen Umwelt war von Beginn an ein fester Bestandteil der Projektplanung.
Neben dem Einsatz grabenloser Technologien, die die Inanspruchnahme der Küstenbereiche minimieren und offene Aushubarbeiten vermeiden, wurden während der Bauausführung verschiedene Massnahmen umgesetzt, um Auswirkungen auf die terrestrische und marine Umwelt so gering wie möglich zu halten:
🌿 Grabenlose Technologien, die Küstengrabungen vermeiden und Eingriffe in die natürliche Umgebung reduzieren.
🛡️ Schutz der Arbeitsbereiche durch spezielle Schutzsysteme unter Maschinen und Kraftstofflagerflächen, um mögliche Leckagen oder Verschüttungen zu verhindern.
💧 Kontrolle und Rückgewinnung der Bohrspülungen durch spezifische Verfahren zur Handhabung und Wiederverwendung von Bentonit während sämtlicher Ausführungsphasen.
♻️ Reinigung und Wiederherstellung der Umgebung, einschliesslich der Rückgewinnung eingesetzter Materialien und der Rekultivierung temporär genutzter Flächen zur besseren landschaftlichen Integration.
Die Nachhaltigkeit eines Projekts dieser Art hängt nicht allein von der verwendeten Technologie ab, sondern ebenso von einer sorgfältigen Planung und der konsequenten Umsetzung präventiver Massnahmen während der gesamten Bauausführung.
Ausbau unserer Erfahrung bei Land-Meer-Anbindungen
Der Abschluss der Stromverbindung zwischen Teneriffa und La Gomera stellt einen weiteren Meilenstein in der Entwicklung von Catalana de Perforacions dar und festigt unsere Erfahrung in der Umsetzung von Shore-Approach-Projekten für strategische Energieinfrastrukturen.
Die Kombination aus geologischen Untersuchungen, spezialisierter Ingenieurarbeit und unterschiedlichen Bohrtechnologien ermöglichte die Entwicklung einer Lösung, die auf die spezifischen Anforderungen jedes Projektabschnitts zugeschnitten ist und gleichzeitig höchste Standards hinsichtlich Qualität, Präzision und Umweltverträglichkeit erfüllt.
Jede neue Infrastruktur stärkt unsere Spezialisierung auf Land-Meer-Anbindungen und unterstreicht unsere Fähigkeit, technisch hochkomplexe Projekte erfolgreich umzusetzen, bei denen Planung, Untergrundkenntnisse, Innovation und Nachhaltigkeit ebenso wichtig sind wie die eigentliche Bohrausführung.
Häufig Gestellte Fragen
❓ Welche Arbeiten hat Catalana de Perforacions im Rahmen der Stromverbindung Teneriffa-La Gomera ausgeführt?
Als Auftragnehmer von Prysmian haben wir sämtliche Bohrarbeiten für die Land-Meer-Anbindung des zukünftigen Seekabels ausgeführt.
Unser Leistungsumfang umfasste:
📍 4 HDD-Bohrungen für die Landfalls auf Teneriffa und La Gomera.
🌋 10 HHB-Bohrungen für die Querung der Strasse TF-47.
📏 Mehr als 3,3 Kilometer ausgeführte Bohrungen für die Installation der Schutzrohre, die künftig die Stromkabel aufnehmen werden.
❓ Warum wurden zwei verschiedene Bohrtechnologien eingesetzt?
Jeder Projektabschnitt wies unterschiedliche geologische Bedingungen auf. Deshalb wurde jeweils die am besten geeignete Technologie ausgewählt:
🌊 Horizontalspülbohrung (HDD) für die Ausführung der Landfalls zwischen Land und Meer.
🌋 Horizontal Hammer Boring (HHB) für Bohrungen im vulkanischen Gestein unter der Strasse TF-47.
Diese Kombination ermöglichte eine optimierte Ausführung und gewährleistete höchste Präzision entlang der gesamten Infrastruktur.
❓ Welche Rolle spielen Engineering und Geologie bei einem Shore-Approach-Projekt?
Vor Beginn jeder Bohrung analysieren unsere Engineering- und Geologie-Abteilungen die Bodenverhältnisse, um die am besten geeignete Ausführungslösung festzulegen.
Diese Vorarbeiten ermöglichen:
📐 Die Planung des Bohrverlaufs.
🪨 Die Analyse der geologischen Eigenschaften des Untergrunds.
⚙️ Die Auswahl der optimalen Bohrtechnologie.
✅ Die Reduzierung von Risiken und die Optimierung der Bauausführung.
❓ Welche Nachhaltigkeitsmassnahmen wurden während des Projekts umgesetzt?
Der Schutz der Umwelt stand während aller Projektphasen im Mittelpunkt. Zu den wichtigsten Massnahmen gehörten:
🌿 Der Einsatz grabenloser Technologien zur Vermeidung von Küstengrabungen.
🛡️ Der Schutz der Arbeitsbereiche zur Verhinderung möglicher Leckagen und Verschüttungen.
💧 Die Kontrolle und Rückgewinnung der Bohrspülungen (Bentonit).
♻️ Die Reinigung und Wiederherstellung der temporär genutzten Flächen nach Abschluss der Arbeiten.
Auf diese Weise konnte die Infrastruktur mit möglichst geringen Auswirkungen auf die terrestrische und marine Umwelt realisiert werden.
















