Horizontal Gerichtete Bohrungen
Celtic Interconnector: HDD-Ingenieurtechnik für die verbindung zwischen Frankreich und Irland
Datum
Oktober 2023 – März 2024
Infrastrukturtyp
Strom
Rohrart
HDPE
Länge der Bohrung
3 x 440 m
Bodenklasse
Hard rock
Standort
Kerradenec, Frankreich
Mit dem Abschluss der Landfall-Arbeiten für das Celtic-Interconnector-Projekt in Frankreich haben wir einen weiteren internationalen Meilenstein erreicht. Das Projekt zählt zu den bedeutendsten Energieinfrastrukturen, die derzeit in Europa entwickelt werden.
Die Verbindung Frankreichs und Irlands durch eine unterseeische Strominfrastruktur ist eine der großen ingenieurtechnischen Herausforderungen, die derzeit in Europa umgesetzt werden.
In diesem Zusammenhang hat Catalana de Perforacions für Nexans die Horizontalspülbohrungsarbeiten (HDD) für den französischen Landfall des Celtic Interconnector ausgeführt. Diese Maßnahme ist von entscheidender Bedeutung, um den Übergang zwischen der landseitigen Infrastruktur und dem Offshore-Abschnitt der Interkonnektorverbindung zu ermöglichen.
Was ist der Celtic Interconnector?
Der Celtic Interconnector ist ein strategisches Stromverbundprojekt, das Frankreich und Irland über eine Hochspannungs-Gleichstrom-Unterseeverbindung (HVDC) miteinander verbinden wird. Mit einer Gesamtlänge von etwa 575 Kilometern, von denen rund 500 Kilometer unter dem Meer verlaufen, wird die Verbindung den Transport von bis zu 700 MW elektrischer Energie zwischen beiden Ländern ermöglichen. Dadurch werden die Versorgungssicherheit gestärkt und die Integration erneuerbarer Energien in das europäische Stromnetz verbessert.
Unsere Beteiligung am Projekt
Als Nachunternehmer des Projekts waren wir für die Ausführung der Horizontalspülbohrungsarbeiten (HDD) am französischen Landfall verantwortlich. Dabei handelt es sich um den Punkt, an dem die landseitige Infrastruktur mit dem Offshore-Abschnitt des Celtic Interconnector verbunden wird.
Unsere Leistungen umfassten die Ausführung von drei Horizontalspülbohrungen mit jeweils 440 Metern Länge für die Installation von zwei HDPE-Rohren Ø355 mm sowie einem HDPE-Rohr Ø250 mm, in denen künftig die Stromkabel der Interkonnektorverbindung verlegt werden.
Dies ist eine besonders kritische Phase des Projekts, da die Präzision jeder einzelnen Bohrung entscheidend für den erfolgreichen Anschluss zwischen der landseitigen und der unterseeischen Infrastruktur ist.
Ein Landfall vollständig im Hartgestein ausgeführt
Die größte technische Herausforderung des Projekts bestand in der Ausführung der drei Bohrungen in einem Hartgestein-Untergrund (hard rock).
Diese geologischen Bedingungen erfordern eine kontinuierliche Anpassung der Bohrparameter, die Optimierung der Bohrprozesse sowie eine permanente Überwachung des Bohrverlaufs, um die Stabilität der Bohrung sicherzustellen und den geplanten Austrittspunkt am Meeresboden präzise zu erreichen.
Durch die Kombination aus sorgfältiger Planung, spezialisierter Ausrüstung und kontinuierlicher Überwachung während aller Bohrphasen konnten die Arbeiten unter Einhaltung der hohen Qualitäts- und Präzisionsstandards abgeschlossen werden, die für eine strategische Infrastruktur dieser Größenordnung erforderlich sind.
Horizontalspülbohrungen als Lösung für die Ausführung eines Landfalls
Landfalls zählen zu den anspruchsvollsten Anwendungen der grabenlosen Technologie. Diese Art von Arbeiten ermöglicht die Verbindung von landseitigen und unterseeischen Infrastrukturen, ohne offene Grabungen an der Küste durchführen zu müssen, und minimiert gleichzeitig die Auswirkungen auf die natürliche Umwelt.
Für dieses Projekt haben wir die Horizontalspülbohrtechnik eingesetzt, die eine vollständig unterirdische Ausführung der Querung ermöglicht und dabei sowohl die Küstenlinie als auch den Meeresboden bewahrt.
Neben der Minimierung der Umweltauswirkungen bietet diese Lösung ein Höchstmaß an Präzision bei der Ausführung, ein unverzichtbarer Faktor bei groß angelegten Energieprojekten wie dem Celtic Interconnector.
Ausbau unserer Erfahrung bei Shore-Approach-Projekten
Der Abschluss der Arbeiten am Celtic Interconnector stellt einen weiteren Meilenstein in der internationalen Entwicklung von Catalana de Perforacions dar und stärkt unsere Erfahrung im Bereich Shore-Approach-Projekte.
Die Beteiligung an derartigen strategischen Infrastrukturprojekten unterstreicht unsere Fähigkeit, technisch hochkomplexe Projekte erfolgreich umzusetzen, uns an anspruchsvolle geologische Bedingungen anzupassen und grabenlose Lösungen anzubieten, die Präzision, Zuverlässigkeit und geringe Umweltbelastung vereinen.
Jedes neue Projekt erweitert unsere Erfahrung und stärkt das Engagement von Catalana de Perforacions für die Entwicklung wegweisender Energieinfrastrukturen in Europa.
Häufig Gestellte Fragen
Welche Arbeiten hat Catalana de Perforacions im Rahmen des Celtic Interconnector ausgeführt?
Als Nachunternehmer des Projekts führte Catalana de Perforacions die Horizontalspülbohrungsarbeiten (HDD) für den französischen Landfall des Celtic Interconnector aus.
Unsere Leistungen umfassten die Ausführung von drei Bohrungen mit einer Länge von jeweils 440 Metern zur Installation von zwei HDPE-Rohren Ø355 mm sowie einem HDPE-Rohr Ø250 mm, die für die Aufnahme der zukünftigen Stromkabel der Interkonnektorverbindung vorgesehen sind.
Was waren die wichtigsten technischen Herausforderungen des französischen Landfalls?
Die größte Herausforderung bestand darin, alle drei Bohrungen vollständig im Hartgestein (hard rock) auszuführen. Diese geologischen Bedingungen erforderten eine kontinuierliche Überwachung des Bohrverlaufs, die Anpassung der Bohrparameter sowie eine präzise Planung, um die Stabilität der Bohrung sicherzustellen und den geplanten Austrittspunkt am Meeresboden zu erreichen.
Was ist ein Landfall oder Shore Approach?
Ein Landfall, auch als Shore Approach bezeichnet, ist die Verbindung zwischen einer landseitigen Infrastruktur und einem Offshore-Abschnitt mithilfe grabenloser Technologien. Diese Verfahren werden bei Projekten für Stromkabel, Telekommunikation, Gaspipelines, Ölpipelines und Unterwasser-Auslassleitungen eingesetzt, um die Auswirkungen auf die Küste zu minimieren und die natürliche Umwelt zu schützen.















